offene KulturRäume erLEBEN
KulturRäume sind mehr als KulturTräume
Stoneage - Kunstforum Würzburg - Teilheim und andere Orte
Stoneage - Kunstforum Würzburg - Teilheim und andere Orte
stoneAGE
oder
SteinWege der Kultur
Die Idee
entstand aus der Begegnung von Peter Baumann und Martina Jäger im Frühjahr 2009. Beide freischaffende Künstler verfolgen unterschiedliche Wege zur Kunst, Kultur und dem Menschen. Beiden ist es wichtig, Gedanken aus der Kunst heraus behutsam transparent zu machen. Bewusstsein wird geschaffen über künstlerische Ausdrucksformen, werden im persönlichen Gespräch bis hin zu unterschiedlichen Aktionsformen initiiert.
Peter lebt und wirkt schon seit Jahren in seinem Steinreich, welches einen inneren, persönlichen Wert hat. Und er hat einen begeh- und erfassbares Steinreich erschaffen in der Nähe von Würzburg.
Martinas Interesse kommt aus ihren Projekten „Kommunikation im Zeitfluss“ und die „Architektonische Weltreise“ welches das SteinZEITliche, SteinARTige, SteinWERTige als Bedeutung für den Menschen hervorhebt.
Das Projekt
wird fortgeführt werden, denn es gibt viele Stein-Ansichten in unterschiedlichen lyrischen, bildenden und darstellenden Ausdrucksformen.
Der Stein als Metapher für Erfahrung und Weisheit, als Material für Kulturtechnologie oder als natürlichen Gegenstand der Schönheit
bis hin zum Artefakte (Kunstwerk).
Wir beziehen die Besucher und andere Künstler gerne in den inhaltlichen und kreativen Werdegang ein.
Wir geben und nehmen Impulse für die Spur aus der SteinZeit
Wir beginnen
im kleinen, begreifbaren und persönlichen Rahmen, wollen Austausch mit Besuchern pflegen und vertiefen, ähnlich einem Stein, der ins Wasser geworfen wurde und seine entstehenden Kreise nach außen sich erweitern. Das Projekt ist eine Entwicklungsgeschichte im Bezug bestehender und neuer Sichtweisen, Erfahrung und Zielsetzungen. Mit unseren Besuchern gestalten wir zusammen das Schaufenster im Laufe der zwei folgenen Wochen. Dabei steht der ideelle Wert gemeinsamer Aktionen vor der künstlerischen Wertigkeit.
http://www.main.de/wuerzburg/wuerzburg/gromb%FChl./art739,402820
Martina Jäger, 3. Januar 2010

Artikel aus mein-grombühl, Februar 2010

Kultmeilenprojekt des KunstForums ab Januar 2010
mit Peter Baumann
und
Martina Jäger
"STEINzeitliches"
berührt viele meiner gedanklichen Sichtweisen
Steine sind unsere Wegbegleiter von der Wiege der Menschheit an.
Was Steine vermögen:
- Steine schützen unseren individuellen Lebensraum (von der Höhle bis zum Hochhaus)
- Der Stein ist eines der ersten Werkzeuge.
- Er ist Metapher für Bestand, Sicherheit, Anpassung, Tugend, Weisheiten, Erkenntnis, Allgegenwärtigkeit, Stärke oder Sehnsucht
- Steinzeitlich sind aber auch viele unserer Gedanken und Gefühle, die sich bewahrt haben.
aber zugleich auch das Wechselspiel aufzeigen
zwischen Vermögen und Unvermögen der menschlichen Art.
- Steine stehen als Denkmal für das menschliche Wesen, denn sie regen an über das nachzudenken, was in uns ist, wer wir sind, woher wir kommen, ... (Psychologie, Philosophie, Soziologie, Anthropologie, ...)
Der Stein erlebt und ist Geschichte
menschliche,
im Bezug zur Geschichte der Erde
und dem Universum.
Über meine steinzeitlichen Schiefersteine aus dem Projekt „stoneAGE“:
Auf den Höhlenwänden hat der Mensch seine Gedanken in Bildern und Figuren Ausdruck gegeben
bereits vor etwa 30 000 tausend Jahren.
In einem Zeitraum von etwa 25 000 Jahren haben weltweit
Menschen uns ihre
Bedürfnisse, Ethik, Persönlichkeit, Lebensweisen, Alltägliches und Wünsche hinterlassen.
Abstrakte Strichzeichnungen bis hin zu sehr realistischen Werken finden sich weltweit.
Mit Pigmenten aus Steinen und Pflanzen,
mit Hilfe von Holzstäbchen, Fingern oder „Malkreiden“
und unter Verwendung von verschiedenen Bindemittel
sind sehr beeindruckende Werke entstanden.
Für mich ein Beginn der schriftlichen Kommunikation und der künstlerischen Kreativität.
Auch wenn der Mensch der Steinzeit gegangen ist…
geblieben ist das Bild, das immer unsere Fantasie anregen wird:
- Was hat dieser Steinzeitmensch mit seinem Bilde sagen wollen?
- Diente es dem Moment oder verfolgte der Mensch einen Plan?
- Wusste er von der Zeit, in der sein Werk der Nachwelt Rätsel aufgibt?
- Diente das Bild einem ethischen, begehrenden, alltäglichen oder freudvollen Aspekt?
Diese Fragen werden sicherlich ungelöst bleiben und erhöhen somit den Reiz
der geheimnisvollen, archaischen Höhlenmalerei.
Inspiration habe ich gefunden in allen Höhlenmalereien der Erde
Aufgefallen ist mir
das Gleichsinnige, aber auch die Unterschiede
der Kulturen als auch der Maler in ein und derselben Höhle.
Steine sind ein Vermögen,
weil sie unsere Fantasie und die Geschichte in und auf sich tragen."
Dokumentation
Montag, 11. Januar 2010
Liebe Kulturfreunde
Über das Interesse an diesem Projekt,
welches langfristig weitergeführt werden soll
(2010 in Grombühl, dann an verschiedenen Orten).
freuen wir uns sehr.
Gerne finden wir Zeit für ein Gespräch über ein langfristig ausgelegtes Kulturprojekt,
welches in halbjährlich stattfindenden Veranstaltungstagen organisatorisch und inhaltlich weitergeführt wird.
Dabei nutzen wir neben der Schönheit den Stein auch als Metapher und Symbol.
für den kulturellen, sinnbildlichen, gesellschaftlichen, kulturtechnologischen Weg
von der Steinzeit bis zur Gegenwart.
Ziel ist es, Menschen für ein kulturelles Wachstum
zu sensibilisieren, zu begeistern und zu aktivieren -
das Kulturbewusstsein transparent zu machen in kleinen Schritten,
mit Hilfe von Kommunikation, dem Spiel, bildender, darstellenden und lyrischer Kunst.
15.01. Freitag (16-19Uhr) und Samstag 16.01. (15-21Uhr)
Es kamen Besucher (Kinder und Erwachsene), die am Workshop teilnahmen und mit ihren Objekten zur Schaufensterausstellung beitrugen. Einige andere brachten besondere Steine mit, die sie gesammelt hatten oder erzählten über Fossilien, historische Steinmauern, afrikanische Steinspiele und persönliche Amuletten.
Gleichfalls kamen wir auf die Bedeutung des Steines
für die Architektur und wir fanden "SteinZeit" das Thema philosophisch und lyrisch zu vertiefen. Es waren zwei gelungene Kulturnachmittage, die Grundlage für weitere Events bildeten. Eine Lehrerin wird über "Hühnergötter" (Amulette) referieren, ein Architekt möchte über den Stein im Bezug zur Baukultur sprechen und eventuell kann man das mit einer Grombühl-Führung verbinden.
22.01 Freitag und 23.01. Samstag
Es kamen Nachmittags ein paar Forumbesucher und wir bemalten Steine, Scherben oder Steinfliesen mit Ornamenten, Sprichwörtlichem und steinzeitlichen Motiven. Das Schaufenster hat nun kaum eine freie Stelle mehr.
Am Abend dann Peter, der Steineflüsterer in gewaltiger Aktion mit Steinweisheiten, steinigen Erfahrungen und Sinnbildlichen. Mehr als die erwarteten 20 Zuschauer verfolgen gebannt den Aufbau seiner Geschichte. Anschließend dann wurden Steine getürmt, verlegt und in Reihe gesetzt. Andere spielten Steinspiele,die zuvor bei Workshops gestaltet wurden. Dieser Abend war der Höhepunkt und nun erwarten wir noch den letzten steinzeitlichen Abend im ersten Halbjahr 2010. Danke, Peter, du berührst die Steine im Herzen der Menschen.
Statistik:
in den drei Ausstellungswochen kamen rund 70 Menschen,
zu den drei Workshops insgesamt 15 Kinder und Erwachsene.
zu zwei Veranstaltungen (Martina und Peter) 40 Menschen
Besucher während der regulären Öffnungszeiten: etwa 15
Künstlercafe fand zweimal statt mit knapp über 10 Besuchern.
Letzte Änderung von Martina Jäger am 23.07.2010
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